Donnerstag, 11. September 2014

NEWS: Kunstausstellung in Turtmann im Wallis > Verlängert!

Turtmann-Neustart-2014

«In einer anderen Welt...»
Am 31. August 2014 war Schluss mit der Kunstausstellung, kuratiert von Heinrich Gartentor, vorerst. Doch kurz vor Ende stellte sich die Frage, ob “Turtmann” wirklich so mir nichts dir nichts beendet sein soll. Im Anlass steckt viel Goodwill der Bevölkerung, der Behörden, der Kunstschaffenden und der vielen Hände, bekannte und unbekannte. Diesem Gedankengang folgend entschied Gartentor, die Ausstellung zu verlängern. Nachfolgend die aktuellen Informationen:

KünsterInnen:

Joëlle Allet
Haus am Gern
Françoise Caraco
Jérémie Crettol
Pascal Danz
Denise Eyer-Oggier
H.R. Fricker
Bob Gramsma
Martin Gut
Christian Herter
Ursula Hirsch
Res Ingold
Heinz Julen
Miles Koeder
Roger Lévy
Nikolaus Loretan
Josef Loretan
Chantal Michel
Fraenzi Neuhaus
Gustav Oggier
Pavel Schmidt
Josette Taramarcaz
Andrea Thüler
Floriane Tissière
Sabine Zaalene
Dida Zende
Aldo Mozzini & Oppy de Bernardo
Pierre André Thiébaud & Christophe Fellay
Sabina Kaeser & Thomas J. Hauck

Örtlichkeiten: Kunst im Dorf, auf dem Flugplatz, im Hotel Post und ein unbekannter Kaffeetrinker im TeaRoom Bini
Verlängerung: 13.September – 19.Oktober 2014
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag jeweils 12:30 – 18:00 Uhr.
Für Gruppen nach Vereinbarung.
Eintrittspreis: CHF 9.00 (Kinder bis 14 Jahre gratis)
Genaue Anfahrt, Wetter und weitere Neuigkeiten: www.gartentor.ch
Adresse: Kantonsstrasse 18 | 3946 Turtmann VS
Für Fragen: hotelpost ( ät ) gartentor.ch
Ausstellungszentrum: Hotel Post, Turtmann

Zu Besuch bei dem Theaterrequisiteur Zeno Reichlin (Video)


Direktlink zum Video bei Youtube, hier

40 Jahr lang arbeitete Zeno Reichlin als ChefTheaterRequisiteur am Luzerner Theater. Jetzt hat er sich in die Pension zurück gezogen, wird Chef seiner privaten Interessen und die sind vielseitig.

Der Künstler Niklaus Lenherr hat ihn bei einem Besuch in seinem Büro, bzw. KleinWerkstatt, befragt. Heraus gekommen ist ein faszinierendes Portrait eines Machers.



Niklaus Lenherr, die Homepage, hier




Mittwoch, 10. September 2014

Historisches Museum Luzern - Die Museumsnacht 2014 (Video-Impressionen)


Direktlink zum Video bei Youtube, hier


Wir zeigen einige Impressionen aus dem Angebot des Historischen Museum Luzern anlässlich der Museumsnacht Luzern 2014. Mich erstaunt es immer wieder, was so für einen Abend auf die Beine gestellt werden kann.


Die Homepage des Historischen Museum Luzern, hier




Dienstag, 9. September 2014

kidswest.ch im La Grande Maison in Corgémont - The Race (Video)

Das Video direkt bei YouTube sehen, hier

Es war der Tag der Begegnungen. Die freie Kunst-Werkstatt für  Kinder und Jugendliche aus Bern-West traf auf die BewohnerInnen vom La Grande Maison in Corgémont.
Dabei wurde experimentiert und konstruiert, gearbeitet an ausserordentlichen Fahrzeugen, die sich zum Abschluss ein Rennen liefern sollten.
Die Aufzeichnung zeigt die Entstehung und das Rennen in Action.

 


Weitere Infos zu kidswest.ch auf der Homepage > hier

Verlag Der Kollaboratör - Die Verleger lassen sich ihre Bücher vorlesen (Video)

Das Video direkt bei YouTube ansehen, hier

Der Titel dieser Aufzeichnung sagt schon alles. Die 2 Verleger des Verlag DER KOLLABORATÖR haben einen Gast geladen, der ihnen Ausschnitte aus ihren Büchern vorliest. Dies in heimeliger Küchenumgebung, ganz ohne Netz und doppelten Boden.

Das Verlagsprogramm findet sich auf der Homepage des Verlags > hier

Freitag, 5. September 2014

Mobile Randnotizen: Das war's dann - und Tschüss!

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Hast du auch schon daran gedacht, deiner gewohnten Umgebung "Tschüss" zu sagen, nicht auf Wiedersehen, nein, definitiv weg. Und dann erwachst du aus deinem Traum und musst feststellen, dass du auf dem Weg zur Arbeit bist, nichts mit Auswandern.

Immer wieder tauchen in den Tageszeitungen Anzeigen wie obige auf und ich frage mich, was wohl für eine Geschichte dahinter steckt. Handelt es sich um eine Familie mit 4 Köpfen, oder nur mit 2, dafür mit Gästen, die erwartet wurden/werden. Die Stehlampe mit Messingsockel, wo stand sie? In der guten Stube, im Schlafzimmer? Keine Ahnung, aber der Motor der Gedanken ist die Fantasie.

Ich persönlich habe nie ans Auswandern gedacht, bin eher ein stationärer Typ und überhaupt. Auswandern soll Veränderung bringen. Ich allerdings bin überzeugt, dass man/frau sich an jeden Ort der Welt mit nimmt und sich dann auch so verhält. Seine Persönlichkeit kann nicht abgelegt werden. Verändert ja, aber in den Grundzügen bleibt sie so wie sie ist.

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Nun sitze ich also im Zug und neben mir entdecke ich 5 Gepäckstücke. Sofort frage ich mich, wo die Reise wohl hingehen wird. Ich versuche die Besitzer aus zu machen. Es handelt sich um 2 erwachsene Personen, ein Paar wie es mir scheint, dass eher einen gestressten Eindruck hinterlässt. Sie versucht die Zeitung zu lesen, er stellt dauernd fragen, die sie mit einem Schulterzucken beantwortet.
Gibt es eine Reiseharmonie? Hier wohl eher nicht.

Kaffee, Sandwitsch, Tee - Die Minibar kündigt sich an. Er bestellt einen Kaffee mit einem Gipfeli, sie will nichts. Beim Zahlen findet er kein Schweizer Geld in seiner Geldbörse. Er schaut sie fragend an und sie klaubt ein paar Münzen hervor. Es reicht nicht. Das Gipfeli muss zurück. Der Kaffee bleibt.

In Zofingen leert sich der Zug und das Stimmengewirr verschwindet. So bekomme ich die Gelegenheit, mehr zu hören. Er stellt Fragen wie > Hast du alle Ausweise zusammen? > >Hast du das Schreiben? >>> Hast du die Rufnummer von Theo, sonst finden wir den Weg nicht. Sie zuckt immer noch mit den Schultern, als wäre das die Geheimsprache zwischen den zwei. Zucken bedeutet wohl "Ja".

Und dann will sie sein Handy: "Ich will noch schnell Papa anrufen".
Aber wir sind doch am Sonntagabend wieder zurück. So lange wird er wohl ohne deinen Anruf leben können.

Habe ich schon geschrieben, dass Sonntagabend morgen ist. Wir haben Samstag... und ich sitze im Zug nach Bern (von Luzern).

k25 galerie Luzern - Marc Elsener - Die Vernissage mit Beat Bracher (Video)


Direktlink zum Video bei Youtube, hier

Luzern, 22. August 2014 - In der Galerie findet die 7. Vernissage seit Bestehen statt. Diesmal geht es um die Ausstellung "Hoodoo Holdouts" mit Arbeiten von Marc Elsener.
Der Leiter der Galerie, Beat Bracher, bringt uns das Gezeigte näher. Oder wussten Sie wo Gott hockt, seine Stretchlimo betankt? Natürlich spielt auch der  Blues zu jeder Zeit im Hintergrund mit. Lassen Sie sich überraschen, oder so ...



Links:
Marc Elsener (Biografie) > hier
k25 galerie, die Homepage >, hier




Donnerstag, 4. September 2014

Mobile Randnotizen: Wie Frau K. zu einem 1.-Klasse-Billet kam, obwohl sie als geizig bekannt ist

Reisen war früher für mich immer mit beruflichen Tätigkeiten verbunden. Vor allem die USA und Italien haben es mir immer wieder angetan. Das hat sich später geändert und die Lust ist mir abhanden gekommen. Erst in den letzten Jahren erwachte mein Interesse wieder, allerdings meistens aus privaten Motivationen.
Besonders gerne tummle ich mich mit Postauto, Eisenbahn und Schiff rund um den Vierwaldstättersee. So auch heute einmal mehr.

2014-09-04 13.59.54-1Alle Bilder können durch einen Klick vergrössert werden. 

Der Start erfolgte mit einem Schiff, völlig ziellos. Das erste, dass da war wurde von uns gewählt.

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Wer Schiff fährt, taucht auch in die Welt des Tourismus ein. Dank den Selfies stirbt die Kommunikation mit den Reisenden. Seit einiger Zeit gibt es sogar spezielle Stative, die bei solchen Gelegenheiten zum Einsatz kommen. Nichts mehr mit – könnten sie bitte eine Aufnahme von uns machen.

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Schön sind natürlich auch die Fahrten mit Bergbahnen. Wir benutzten die Treib-Seelisberg -Bahn und wurden gleich überrascht - mit literarischen Texten, die der Künstler Niklaus Lenherr zusammen getragen und in ca. 37 Bahnen im Kanton Uri platziert hat. Weitere Bahnen finden sich hier > Link

Aber wer mich kennt, weiss das ich gerne lange Ohren mache, anderen Menschen zuhöre und gerne ihre Geschichten notiere. Die heutige kommt aus besagter Bahn. Teilnehmerinnen am Gespräch sind 3 ältere Damen und das geht so:

Dame 1: ... die ist doch immer so geizig.
Dame 2: Und wie. Sie kommt ja auch selten mit. Immer ist ihr alles zu teuer.
Dame 3: Ja, aus diesem Grund habe ich mich heute auch gewundert, dass sie im Schiff 1. Klasse gefahren ist.
Dame 2: Ich habe sie gefragt, wie sie zu diesem 1. Klasse-Fahrschein gekommen sei.
Dame 1: Ich hab's gehört.
Dame 3: Sie hat ein Konto bei der Coop-Bank und kürzlich einen falschen Kontoauszug erhalten, einer der für jemand anders gedacht war. Sie hat sich natürlich bei der Bank gemeldet und gleich reklamiert. Die Bank hat sich dann entschuldigt und ihr ein Billet für eine Schifffahrt 1. Klasse überlassen. Sonst wäre sie natürlich gar nicht erst gefahren. Sie ist ja so geizig.
Dame 1: ... ach so war das. Ich habe mich auch gewundert.

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Wer reist, bekommt auch Probleme. Meines bestand aus einem Rätsel der dringenden Art.

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Und dann war da noch der Friedhof auf Seelisberg. Grabsteine haben übrigens immer auch eine Rückseite. Diese birgt oft ein Geheimnis der besonderen Art. Dieser verstorbene scheint noch einen ganz besonderen Bewacher erhalten zu haben.

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Aber nicht nur meine Augen entdecken immer wieder beachtenswertes. Nein, auch meine Frau > Schau mal da drüben - Kunst am Bau!

Soviel für heute, den Rest müsst ihr ganz einfach dazu dichten. Genau.

Mittwoch, 3. September 2014

Zum Schluss gibt’s Nichts, eine Feststellung und die Geschichte dazu.

“Timeline” im Fahrnisbau Bern-Bümpliz mit Rittiner-Gomez und Roger Levy - 8. BerichtFahrnisbau - Bern-Buempliz 
Das wird’s dann wohl gewesen sein. Ich persönlich mag keine Vernissagen oder Finissagen und auch keine Eröffnungen von Ausstellung, vor allem, wenn ich selber als aktiver Künstler beteiligt bin.

Egal, denke ich mir, Rittiner Gomez freut sich bestimmt und so nehme ich den Zug nach Bern unter meinen Hintern. Gleich vorweg, es gibt von der Fahrt nicht zu berichten. Nichts passiert, dass eine Notiz verdienen würde (Pardon Morton)

Eigentlich möchte ich auch nicht weiter auf den Tag eingehen, also fast. Erwähnenswert ist sicher der Auftritt von Rittiner Gomez, der sich so anhörte:

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Roger, weisst du was? Wir haben im falschen Container gearbeitet…

Ja ich hab’s gesehen. Da hinten ist wohl der richtige. Egal. Schon passiert.

Die helfenden Hände bauten um 17:00 Uhr (nicht überprüft, aber vertraut) den Apéro-Laden auf. Der gesellschaftliche Anlasse konnte also pünktlich um 18:00 Uhr gestartet werden. Doch. eigentlich sind wir ganz zufrieden, haben uns über die erschienen Gäste gefreut.

Doch genug der kurzen Worte. Zum Abschluss habe ich eine Geschichte aus verschiedenen Aussagen der Entstehungszeit der “Timeline” erstellt. Sie ist zwar fiktiv, enthält aber nur Wahrheiten und echte Feststellungen. It’s my pleasure.

Guten Tag

Guten Tag

Was macht ihr da?

Also ich mache Fotos und mein Kollege zeichnet diese dann auf einen 6 Meter langen Papierstreifen.

Sind sie Fotograf?

Nein, aber ich fotografiere schon seit 50 Jahren.

Ich habe sie jünger geschätzt. Wenn sie kein Fotograf sind, was sind sie dann?

Ich bezeichne mich als Filmer.

Arbeiten sie fürs Fernsehen?

Nein, für Künstler und Künstlerinnen. Ich dokumentiere ihre Arbeiten, unter anderem.

Und davon können sie leben?

Irgendwie geht es schon, mit Hilfe meiner Frau.

Bekommen sie Geld für ihre Arbeit hier?

Nein, nicht mal Spesen. Ich komme jeden Tag aus Luzern und mein Kollege aus Thun.

(Er schüttelt den Kopf und beschliesst weiter zu gehen).

Vielleicht komme ich später nochmals, wegen dem Foto.


Zum Abschluss danken wir allen helfenden Hände, insbesondere Eva, Michael und natürlich Oliver. Wir kommen bei Gelegenheit gerne wieder.


Und ich persönlich danke an dieser Stelle besonders Rittiner Gomez, die mich 8 Tage lang ertragen haben und zu keinem Zeitpunkt Anstalten für eine Flucht gemacht haben. Wunderbar!


Dienstag, 2. September 2014

Die Hinfahrt, die Ankunft, Mr. Bümpliz, die Telefonkarte und die Rückreise

“Timeline” im Fahrnisbau Bern-Bümpliz mit Rittiner-Gomez und Roger Levy - 7. Bericht

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Die Hinfahrt: Mir gegenüber sitzt eine etwa 23jährige Frau. Sie blättert das Magazin “Terra Mater” durch und schläft nach kurzer Zeit ein, entspannt und sanft. Es ist 10:20 Uhr. Kurz vor Bern erwacht sie wieder, nimmt aus ihrem Bag eine Rolle Selbstklebeband und beginnt Titel- und Rückseite damit zu umranden. Ich gehe davon aus, dass sie die Magazine sammelt und diese schützen will.

Die Ankunft: Ich erfahre zur Begrüssung, dass Rittiner Gomez bereits seit einer Stunde am Arbeiten ist. Der Rückstand vom Samstag muss aufgeholt werden. Wir liegen aber gut in der Zeit, werden wir nicht nochmals überrannt. So hoffe ich insgeheim, dass sie in Ruhe arbeiten können und nehme mir vor, sie zu schützen. Das erstellen meiner Fotografien treten in den Hintergrund.

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Die erste Besucherin war schon zweimal da. Ein mal war ich unterwegs, dann kam sie nochmals für eine Aufnahme und heute wollte sie natürlich sehen, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Beim entstehenden Gespräch erzählt sie mir, wo sie gearbeitet hat und > sie fotografierte selber lange Zeit, mit einer LOMO-Kamera. Mein Herz springt :-)

Die zweite Besucherin wollte uns ihre Telefonkarte, Wert CHF 13:20, verkaufen. Sie brauche dringend Geld, z.B. für einen Kaffee. Handyaner brauchen keine Telefonkarten. Aber einen kostenlosen Kaffee mit Rahm und Zucker können wir ihr natürlich anbieten. Sie ist erfreut und bedankt sich herzlich, mehrmals.

Der dritte Besucher macht mir schon etwas mehr Sorgen. Ich nenne ihn Mr. Bümpliz, da er schon letzten Samstag längere Zeit uns über unseren Standort informierte. Schwierig.

Das Problem löst sich durch den Besuch eines in Bern bekannten Kunstsammler. Die erfreuliche Begegnung wird mit einem Foto:Klick abgeschlossen und auch Mr. Bümpliz entfernt sich. Problem gelöst.

Ansonsten, wie erhofft, ein eher ruhiger Dienstag.

Das Highlight: Rittiner Gomez Bemerkung zur Platzierung einzelner Fotos, bzw. der Skizzen > Nicht alle sind zufrieden mit ihrem Platz in der Gesellschaft.

Weiter geht's am Mittwoch, 3. September 2014 - 11:30 bis ca. 16:00 Uhr.

Die Finissage, ein kleines Fest ohne grosse Ansprachen, garantiert!: Mittwoch, 3. September 2014 - 18 - 20 Uhr. Wir werden anwesend sein.


Alle Infos - Ort, Arbeitszeiten usw. - hier