Samstag, 30. August 2014

Andrea Thüler: TurtFrauGarn 30 - Beobachtungen in einer andern Welt zu Turtmann

anlässlich der Triennale Wallis 2014
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Foto: Andrea Thüler/kulturtv.ch


TurtFrauGarn 30

Der Katalog Teil 3

Der Weg zum Werk von André Thiébaud & Christophe Fellay ist etwas abenteuerlich. Hier und hier und hier finden Sie wieder die orangen Pfeilchen auf dem Kiesweg und dann geht es zwischen Rosenbusch und Birnbaum in den Garten hinein, wo ein oranges Kabel am Boden liegt, welchem  Sie entlang gehen. Ja und  w i r k l i c h  in den Hühnerhof hinein – der Hahn ist gwundrig und freundlich! – und schliesslich die Treppe hinunter in die alte Ruine. Wenn Sie dem Kabel folgen, werden Sie sich nicht verirren...

Weiter geht es hier hinauf und dann sind Sie wieder auf der – genau! – vor dem Platz links ist der Eingang zum Bürgenstock. Bitte ziehen Sie die bereitgestellten Filzpantoffeln an um das Werk von Chantal Michel zu besichtigen.

Und hier auf dieser Dorfseite ist noch das Werk von Bob Gramsma.

Auf dem Rückweg können Sie hier abkürzen und sehen diesen alten Teil des Dorfes.
Dort in dieser Scheune ist das Werk von Josette Taramarcaz, auch von aussen zu betrachten.
Diese Strasse führt Sie zum Zeughaus, wo Künstler der visarte Wallis eine magische Gemeinschaftsarbeit zeigen. Sie heisst Bye Bye Fly und spielt auf den ehemaligen Militärflugplatz an.

Von da aus sehen Sie den Turm zu Turtmann, ein Werk von Aldo Mozzini und Oppy de Bernardo. Allerdings entfaltet sich die Mystik des Turms erst nachts, falls Sie am Abend noch da sind...
Bis zum Zeughaus sind es zu Fuss ungefähr sieben bis zehn Minuten, Sie können gerne auch Fahrräder mieten, wir haben auch Rikscha, Tandem und andere Spezialvelos.

Und zum Schluss gibt es hier im Hotel Post noch mehr Kunst zu sehen.
Wir empfehlen Ihnen, zuerst den Rundgang zu machen und anschliessend das Hotel zu besichtigen. Vielleicht trinken Sie bei uns im Garten noch ein Glas Wein, schreiben etwas ins Gästebuch und erzählen uns, wie ...

Dasselbe jeweils auch in Französisch, Englisch und natürlich Berndeutsch.
Wallisertiitsch? vielleicht nächstes Jahr, heuer nicht mehr :-)


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Freitag, 29. August 2014

Der schlechte Tag, vom Bart mit LSD und einer pädagogischen Panne

“Timeline” im Fahrnisbau Bern-Bümpliz mit Rittiner-Gomez und Roger Levy - 5. Bericht
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Gleich vorweg, es gibt einfach “so Tage”. Bereits im Zug nach Bern hatte ich das Gefühl, dass mir die Lust für heute abhanden gekommen ist. Ist doch legitim, oder?

Und so beginne ich mit einer Geschichte, die ich ungewollt im Zug beobachten durfte/musste:

Mann/Frau stelle sich vor:
Eine Frau, schwäbisch sprechend, Typ “Ich-gebe-meine-Kinder-in-eine-Privat-Schule-damit-mal-etwas-aus-ihnen-wird”. Kleidung sportlich-alternativ. Überschwänglich ihren ca. 4jährigen Sohn permanent lobend:

Mutter: Willst du nicht mit Florian teilen? (Schokolade)
Sohn: Ja. Hier Florian, nimm!
Mutter: Schön wie du immer gerne teilst.
Sohn: Aber ich will gar nicht teilen. Sonst hab ich ja nicht mehr alles.

Die Mutter verstummt. So können pädagogische Ideale in die Hose gehen, denke ich mir.

Gleich bei der Ankunft teile ich meine gefühlte Unlust Rittiner-Gomez mit und … stosse auf Verständnis! Wir haben doch alle die selben Gefühle, Wege und > genau.

Natürlich konnten wir im Laufe des Tages Besucher begrüssen, sogar 2 Kinder.  Aber irgend wie, der Wurm war doch drin. Egal. Das gehört einfach dazu.

Herausragend war der Besuch eines 71jährigen weisshaarigen Mannes, mit langem Bart, wie direkt aus den Alpen und mit LSD-Erfahrungen (vor Jahrzehnten). Beruflich hatte er mit dem Druckhandwerk zu tun und > er hatte ein Kunstleben in Zürich. Wir tauschten Namen der 68er Jahre aus und sofort fanden wir uns auf gleicher Ebene. Der Hauptpunkt des Gesprächs drehte sich um politische Fragen, um die Mobilität, um Täuschungen und Irrtümer, vermittelt durch die Medien. Leider haben wir seinen Namen nicht erfahren und ein Foto gab's auch nicht. Egal. Das Gespräch war wertvoll.

Mit den Kinderfotos gab es ein “Problem”, das eigentlich gar keines war. Wir haben die Mädchen entscheiden lassen, ob sie auf die “Timeline” (mit oder ohne Fotos) wollen oder nicht. Sie entschieden sich für “lieber nicht”. Egal. Hauptsache sie haben aus freien Stücken entschieden. Entstanden ist ein Foto und das habe ich dem Mädchen gerne überlassen. Vermutlich wird es das einzige Polaroid in ihrem Leben sein, dass sie erhalten wird. Und die Mädchen konnten erleben, wie es entstanden ist und wo. Vielleicht werden sie später berühmte Fotografinnen. Man weiss ja nie.

Rittiner-Gomez hat plötzlich begonnen, die Zeichnung zu verdichten. D.h. Personen werden kleiner dargestellt, eher im Hintergrund erfasst. Nachfolgend ein TeilEinblick:

Rittiner-Gomez-Tag-5 Vergrösserte Ansicht durch ein MausKlick.

Am Samstag, 30.8.2014 sind wir von 11:30 – max. 16:00 Uhr anwesend. Bereits liegen Anmeldungen vor. Komm doch auch und lerne vielleicht neue Menschen kennen. Auch das ist im Fahrnisbau möglich. Und einen feinen Kaffee gibt es immer gerne.


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Andrea Thüler: TurtFrauGarn 29 - Beobachtungen in einer andern Welt zu Turtmann

anlässlich der Triennale Wallis 2014
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Foto: Andrea Thüler/kulturtv.ch


TurtFrauGarn 29

Der Katalog Teil 2

Nun, wenn sie hier die erste Strasse links nehmen, kommen Sie zur – genau! – und da finden Sie auch die orangen Pfeilchen und in diesen Scheunen soll später einmal das Maultiermuseum entstehen. Jetzt sind dort die verbotenen Bilder von Heinz Julen ausgestellt.
In diesem Patrizierhaus, welches bereits 400 Jahre alt ist, haben das Künstler Duo, Sabina Käser und Thomas Hauck, den Traum von Herrn Schumacher im 3. Stock sichtbar gemacht. Die andern Stockwerke sind privat, bitte respektieren Sie dies.
Herr Schumacher hatte den Traum, dort oben eine Bibliothek und eine Schreibstube für Schriftsteller einzurichten und unten im Parterre eine Galerie. Leider ist das Projekt wegen Krankheit und finanziellen Engpässen stecken geblieben. Möglicherweise wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Crowd-Funding organisiert, um diese Ideen zu verwirklichen. Das Haus ist sehr eindrücklich, lassen Sie sich überraschen!

Die Zahlen entsprechen den Läden und Restaurants, die Kunstwerke sind nicht nummeriert, sondern so gekennzeichnet.
Hier also die Bäckerei, Käserei und die Weinhandlung – da der Volg-Laden und hier der berühmte Metzger mit wunderbaren Leckereien! Sie dürfen gerne bei uns im sonnigen Hotelgarten picknicken.

Dieses kleine Gässchen führt Sie zur Arbeit von Jérémie Crettol. Falls Sie Tina nicht kennen – sie war eine lokale Königin!
Und nebenan sind die HöjTröim-Zimmer von mir,  wo Sie sich gerne einen Moment hinlegen und träumen dürfen...
Ein paar Schritte weiter kommen Sie zum Werk von Fraenzi Neuhaus. Wenn Sie hier in dieses Gässchen hineingehen, ist die Arbeit aus der Distanz besser zu sehen.
Und wenn Sie sich dann umdrehen, finden Sie auf dem Platz die Feder – eine poetische Arbeit vom genialen lokalen Künstler Gustav Oggier.

Also und jetzt gehen Sie hier rechts, diesem schmalen Gässchen entlang und kommen da zum Haus. Den Eingang finden Sie hinter dem blauen Traktor. Die Walliser Künstlerin Denise Eyer-Oggier hat dieses Haus bespielt. Es war bereits einige Jahre verlassen und gehörte ihrer Grosstante. Die Künstlerin hat alles was sie dort fand herausgenommen, geputzt, geordnet und neu im Haus arrangiert. Sie hat die alte Geschichte auf faszinierende Art neu geschrieben und es lohnt sich, wenn Sie sich dort etwas Zeit nehmen.

 


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Donnerstag, 28. August 2014

Von missmutigen SBB-Kontrolleuren, KünstlerInnen-Besuchen und abgerundeten ArbeitsTagen

“Timeline” im Fahrnisbau Bern-Bümpliz mit Rittiner-Gomez und Roger Levy - 4. Bericht

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Der eine ist der eine, der andere ist der andere und einer fehlt, oder so.

Nach der heutigen SBB-Fahrt nach Bern dachte ich, es kann nur besser werden. Der Grund meines Missmut war der Kontrolleur im Zug. Charmanter Typ, Muttersprache Französisch. Deutsch mit entsprechendem Akzent - Guten Tag, alle Billet vorweisen, bitte. Eine Frau zeigt ihr GA, er "Danke und einen schönen Tag, Madame. Ein Mann zeigt sein Ticket, er "Danke", leicht mürrisch. Die Dame 'vis-à-vis' zeigt ihr Ticket, er lächelnd "Danke und einen sehr schönen Tag, Madame". Jetzt komme ich, er "Danke", kaum hinschauend. Hallooo! Der Kerl diskriminiert männliche Fahrgäste. Gats noch?

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Doch damit war die Spitze des Eisbergs bereits erreicht. Von jetzt an ging's nur noch in Richtung >Freude herrscht<

Da war die Künstlerin und Leiterin von kidswest.ch, Meris Schüpbach, die uns mit ihrem Besuch erfreute. Aber nicht genug. Sie kündigt einen weiteren an und will weitere Personen mitbringen, am Samstag. Sie spricht von ca. 10. Das kann ja heiter werden. Polaroid-Stress ist angesagt ;-) Foto:Klick.

Auch eine Mutter mit einem Kleinkind interessierte sich für unsere Arbeit. Foto:Klick (2 auf einen Streich).

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Tja, und dann der erste Luzerner! und wohl auch der einzige, der den Weg nach Bern-Bümpliz unter den Hintern nimmt, Niklaus Lenherr steht plötzlich im Container <Freude herrscht zum Zweiten> Nicht nur Publikums- auch Künstlerbegegnungen sind wichtig, denke ich. Foto:Klick.

Dann bekommt Rittiner-Gomez Besuch von seinem Schwiegervater. Foto:Klick.

Und weils so schön ist, gleich noch eine Künstlerin, die uns mit ihrem Besucher erfreut >Flurina Hack< die ich bei einer Arbeit mit kidswest.ch und Kathrin Racz kennen gelernt habe. Damit ist der Kreis optimal für heute geschlossen. Foto:Klick.

Zufrieden gehen wir um 16:00 Uhr nach Hause. Für mich ein Tag nach Wunsch und für Rittiner-Gomez setzt die Müdigkeit ein. So soll es sein. Dank an Alle.


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Andrea Thüler: TurtFrauGarn 28 - Beobachtungen in einer andern Welt zu Turtmann

anlässlich der Triennale Wallis 2014
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Foto: Andrea Thüler/kulturtv.ch


TurtFrauGarn 28

Der Katalog Teil 1

Also sehen sie, hier ist das Hotel Post, hier beginnt und endet die Ausstellung.
Da rechter Hand ist die Kantonsstrasse.
Das Meiste was auf dieser Seite ist, ist von aussen sichtbar auf der Flugpiste und ist so markiert.
Was von innen zu sehen ist, respektive in einem Gebäude, ist so markiert.
Sie finden überall am Boden diese orangen Pfeilchen, so wie hier vor dem Eingang.
Diese zeigen Ihnen wo Sie eintreten können.

Also! auf dieser Seite haben wir drei Häuser, die zur Ausstellung gehören:
Das mit den hellblauen Fensterläden, der ehemalige Coiffeurladen, wurde von der ECAV bespielt, der Ecole Cantonale d’Art du Valais. Es sind internationale Studenten, die dort ihre Interpretation des Hauses zeigen.

Schräg vis à vis sehen Sie das Haus mit den verbleichten grünen Fensterläden. Dort befindet sich das Tea Room Bini. Ein unbekannter Kaffetrinker, der auf der ganzen Welt herum jettet, fotografiert immer die Kaffeetassen, die ihm serviert werden und sinnigerweise sind diese Fotos im Café nebenan ausgestellt. Es lohnt sich auch sonst dorthin zu gehen. Es ist ein Café wie aus dem Bilderbuch, als ob die Zeit stehen geblieben wäre und die beiden Damen, die es führen sind einfach nur wunderbar – doch das werden Sie selbst sehen, wenn Sie hingehen!

Und dort drüben im Haus mit den roten Fensterläden ist die Arbeit von Pascal Danz. Hier haben Sie einen Text dazu, den ich Ihnen sehr empfehle. Er hat eine eindrückliche Arbeit über einen Sans-Papiers gemacht, diese finden Sie im ersten Stock des Hauses, im zweiten Stock ist dann ebenfalls über diesen Menschen eine Bachelor Video Arbeit von Studenten der Zürcher Hochschule der Künste. Der Film dauert nur 11 Minuten.


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Mittwoch, 27. August 2014

Von Zukunftsplänen, einem Kurzgespräch und wechselnden Gedanken

“Timeline” im Fahrnisbau Bern-Bümpliz mit Rittiner-Gomez und Roger Levy - 3. Bericht


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Kaum raus aus Luzern und schon kündigt sich Sonnenschein an. Das lässt einiges erwarten und es sollte sich im Laufe des Tages auch bewahrheiten, die Erwartung.

Kaum angekommen geht's schon los. Der Präsident des Trägervereins des Bienzgut Bern-Bümpliz zeigt mit 2 Begleitern Präsenz. 3x Foto:Klick

Dann wird der Wunsch an uns herangetragen, die "Timeline" auch in der Bibliothek zu zeigen. Genauer spricht der Initiant von der 6-Meter-Zeichnung. Die Fotos dazu kommen gar nicht zur Sprache. Schau'mer'mal. So einfach geht das dann doch nicht. Nur beide Arbeiten zusammen entwickeln die Idee, die dahinter steckt.

Die Freude ist gross und muss abgekühlt werden. Aber bitte mit einem Eis am Stiel. Foto:Klick
... und die Sonne scheint ...
Überraschend entwickelt Rittiner-Gomez die "Geschichte vom Schlüssel". Doch diese bleibt unter uns. Genau.

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Aus einem Gespräch mit einem tamilischen Besucher des Bienzgut.
Was kann man bei ihnen kaufen?
Kunst.
Kunst?
Ja, Kunst.
Kunst
Über dieses Kurzgespräch mit sehr viel Mimik bin ich nicht hinaus gekommen. Er wusste jetzt ja "alles".

Foto:Klick
Foto:Klick

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Und da steht sie plötzlich, die Künstlerin Andrea Thüler. Es gibt lecker TierliboumBeeriGelee, homemade. Dank! Foto:Klick

Natürlich ist auch noch Dies-und-Das passiert. Aber ich möchte nur kurze Einblick geben. Bewusst umschiffe ich zum Beispiel die Gespräche, die ich mit Rittiner-Gomez führen darf, aber auch mit Gästen.
Die Themen sind ja auch nicht immer interessant. Oder interessiert dich die Rolle in der Gesellschaft Kunstschaffender. Wie ist das Verhältnis zwischen Kunstwissenschafter und Künstlern. Wie und warum erfolgt die Entlohnung für eine solche Aktion und wie verhält es sich mit der Übernahme von entstehenden Spesen durch den Veranstalter. Ich verzichte mal auf das Setzen von Fragezeichen (Engl.: question mark) und überlasse es der Leserschaft, ob diese angebracht sind, oder nicht.


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Andrea Thüler: TurtFrauGarn 27 - Beobachtungen in einer andern Welt zu Turtmann

anlässlich der Triennale Wallis 2014
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Foto: Andrea Thüler/kulturtv.ch


TurtFrauGarn 27

???? viele Fragen, viele Antworten ????

Guten Tag, gibt es hier Kaffee?
Nein, den erhalten sie schräg vis à vis...
Weshalb nicht?
Weil hier eine Ausstellung ist und wir das hübsche Kaffee da drüben nicht konkurrenzieren möchten.
Und weshalb steht über der Eingangstüre „Café“?
Weil dies früher ein Restaurant war, was es, wie Sie sehen, jetzt nicht mehr ist.
Aber Sie haben hier Wein!
Ja, wir schenken Mineralwasser und Wein aus.
Dann ist es doch ein Restaurant.
Nein, es ist ein Ausstellungshaus.
Weshalb schenken Sie dann Wein und Mineralwasser aus?
Damit die Besucher, wenn Sie von der Ausstellungsrunde zurückkommen, hier gemütlich noch ihren Durst löschen können.
Das muss eine anstrengende Ausstellung sein!
Sie können die Ausstellung gerne anschauen, wenn Sie möchten und sich selber davon überzeugen, wie gut sie ist...
Nein, ich möchte einen Kaffee!
Drüben im Kaffee finden Sie auch einen Teil der Ausstellung.
Aber ich will wirklich nur einen Kaffee!
Klar, den Kaffee erhalten Sie dort bestimmt und Kunst dazu!
So banale Kaffeekunst?
Kaffeekunst ja, banal nein.
Dann geh ich jetzt lieber...
Ja, das Kaffee schliesst – oh – in  10 Minuten!
Das hätten Sie mir auch eher sagen können!!
Sie haben mich nicht gefragt...


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Dienstag, 26. August 2014

Vom Zweifeln, Empfehlen und dem Grüssen

2014-08-26 11.34.21

“Timeline” im Fahrnisbau Bern-Bümpliz mit Rittiner-Gomez und Roger Levy - 2. Bericht

Ebikon, Luzern, Bern, Bern-Bümpliz - Fahrzeit mit Bus, Bahn und Tram > 3 Stunden 18 Minuten und es regnet, mal in Strömen, mal weniger.

Erste Gedanken tauchen auf, Zweifel, ob heute überhaupt jemand vor die Kamera zu bringen ist. Rittiner-Gomez stimmt mir zu und es gibt erst mal die Inbetriebnahme der Kaffeemaschine. Auch gut, wärmt und gibt die Idee für die erste Aufnahme. Kaffee gehört ja dazu. Foto:Klick.

Wir reden über alles Mögliche, vielleicht zur Ablenkung. Keine Ahnung. Jedenfalls erzählt Rittiner-Gomez über ihre Liebe zum Mittagsschlaf. Früher sollen sie sogar auf Parkbänken geruht haben. Und da sei mal ein kleiner Junge gewesen, der hätte ihr Dösen beobachtet und meinte: "Der Mann ist ja gar nicht böse".

Und schon passiert es. Eine Dame gesellt sich zu uns und ist bereit. Foto:Klick - Rittiner-Gomez beichtet mir, dass er Probleme mit "Zähnen" hat. Ich meine, das kriegen wir schon hin. Ich kann ja nicht jedem Besucher sagen: "Bitte schliessen sie ihren Mund und/oder lachen sie nicht".

Dann taucht eine Frau auf, deren Mann uns bereits letzte Woche besucht hat. Foto:Klick - Sie will sich einsetzen, dass wir mehr Leute vor die Linse bekommen.

2014-08-26 12.54.41-1

Kurze Zeit später erscheinen bereits die ersten 2 Damen. Foto:Klick - Sie wollen uns auch unterstützen und weitere Leute zur Teilnahme motivieren. Freude herrscht.

Der erste Mann ist spontan bereit “ja klar, find ich gut” mit zu machen. Foto:Klick - Rittiner-Gomez: Ujjj, der ist aber schwierig. Ich muss schmunzeln.

Es läuft gut und wir beginnen plötzlich zu rechnen. Reichen die 6 LaufMeter aus? Ja klar. Verdichten ist angesagt, vorsorglich.

Irgend wie muss ich mir plötzlich die Frage stellen, warum AusländerInnen nicht zurück grüssen und SchweizerInnen wenigstens interesselos murren. Ich geb mir weiterhin Mühe, schliesslich repräsentieren wir ja "die Kunst" und "den Fahrnisbau", oder so...

Rittiner-Gomez: Die Traumfrau muss in den Träumen bleiben. Was dies bedeutet, wird auf der "Timeline" sichtbar.

Rittiner-Gomez: Wir haben noch was vergessen. Die Sonne drückt durch und die Sonnenschutzcreme liegt noch zu Hause (14:59 Uhr).

Kuchen! Unsere Kollegin, die Künstlerinn Kathrin Racz, bingt uns Kuchen. Grossartig.
Überhaupt war der Tag erfolgreich und die Weisheit "Richte den Tag nicht vor dem Abend" hat sich einmal mehr bewahrheitet.

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Bern-Bümpliz, Bern, Luzern, Ebikon - Fahrzeit mit Bus, Bahn und Tram > 3 Stunden 18 Minuten und es nieselregnet.


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Fotos: 1 + 2 Roger Levy, 3 Rittiner-Gomez

Andrea Thüler: TurtFrauGarn 26 - Beobachtungen in einer andern Welt zu Turtmann

anlässlich der Triennale Wallis 2014andrea-thueler-26-DSC_0513
Foto: Andrea Thüler/kulturtv.ch


TurtFrauGarn 26

heimlich gelauscht

Das kann doch nicht sein, dass du nie Zeit hast, diese Ausstellung anzuschauen, näher als ins Nachbardorf kommt sie nicht!

Ja weisst du, mein Mann hat gerade soviel zu tun, dann muss ich halt mehr zuhause sein und die Söhne brauchen ja wohl auch Unterstützung.

Du bist eine richtige Henne, die Söhne sind jetzt wirklich in einem Alter wo sie selber zu sich schauen können; ich wette, du machst ihnen immer noch die Wäsche!

Wieso denn nicht, die arbeiten und studieren doch den ganzen Tag!

Und du? arbeitest du nicht den ganzen Tag und immer nur für die andern?
Nimm dir doch mal Zeit nur für dich und was dir Freude macht! Wann hast du eigentlich das letzte mal die Pinsel in die Hand genommen?

Seufzzz... hm...

Komm jetzt mit in diese Ausstellung, das wird dir gut tun und dich inspirieren.

Die beiden Frauen bleiben schliesslich beim Erlebnisomat von Martin Gut stehen:
!Raus aus dem Alltag!
Sie werfen einen Zweifränkler ein, drücken bei „gut Glück“ – auf dem erhaltenen Päckchen steht: „Ziehe Gummistiefel und alte Kleider an und geh für ein paar Stunden wie ein kleines Kind  im Wald spielen.“

Siehst du?

So etwas Dummes würde ich nie machen, da käme ich mir noch dummer vor, als beim Bügeln der Jeans meiner Söhne...

 


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Hast du Töne? Heute - Das Badeerlebnis 2014 (Podcast)


Der Sommer 2014 scheint Schnee von gestern zu sein. So schenken wir allen unseren "Fans" eine Minute purer Badespass. Einfach die Augen schliessen und zuhören...

Dieser Podcast ist eine Ergänzung zur aktuellen Sonderausstellung tü ta too im Historischen Museum Luzern.




Alle weiteren Infos:
https://www.facebook.com/HistorischesMuseumLuzern/posts/605565976178757 und
http://www.historischesmuseum.lu.ch